Von oberster Stelle genehmigt
Rhein-Kreis
Neuss. Jetzt steht es fest: Das Haushaltssicherungskonzept der
Stadt Dormagen für den Zeitraum bis 2009 ist von der Aufsichtsbehörde
genehmigt. Am Donnerstag traf das Fax von Landrat Dieter Patt im Rathaus
ein. Er erteilte die Genehmigung ohne Auflagen- allerdings mit dem Hinweis,
dass eine weitere Auf- und Ausgabenkritik unumgänglich sei. Sparpotenzial
sieht der Landrat unter anderem bei den sächlichen Verwaltungs- und
Betriebskosten sowie den freiwilligen Leistungen der Stadt. Die Erweiterung
der Sportanlage in Nievenheim trägt die Aufsichtsbehörde hingegen
trotz fehlender Landeszuschüsse mit. Einer der Gründe dafür
ist, das der VdS Nievenheim sich finanziell an dem Rasenplatzbau
beteiligen will. Rund 100.000 Euro sollen dafür in einer Spendenaktion
aufgebracht werden.
In dem Genehmigungsschreiben
des Landrats heißt es: „Die avisierte Unterstützung durch Spendengelder
der ortsansässigen Sportvereine findet meine ausdrückliche Anerkennung.“
Und weiter: „Die bei Nichterrichtung der Anlage zu befürchtenden äußerst
negativen Folgen veranlassen mich, Bedanken gegen die gegenüber der
Veranschlagung um 114.000 Euro höheren städtischen Kosten zurückzustellen.“
Erfreut über die Nachricht aus Neuss sind Bürgermeister Reinhard
Hauschild und Kämmerer Ulrich Cyprian. „Mit der vorliegenden Genehmigung
ist die Handlungsfähigkeit der Stadt sicher gestellt. Wir werden auch
weiter alles tun, um dass von der Aufsichtsbehörde in uns gesetzte
Vertrauen durch einen strengen Sparkurs zu Rechtfertigen“, so ihre gemeinsame
Stellungnahme. Nach dem vom Rat verabschiedeten Haushaltssicherungskonzeptes
wird die Stadt Dormagen im Jahre 2006 erstmals wieder einen ausgeglichenen
Etat vorlegen.
Das bis dahin aufgelaufene
Gesamtdefizit von aktuell 22,7 Millionen Euro soll in den drei nachfolgenden
Jahren ausgeglichen werden.
Auszug aus unserem Gästebuch (Eintrag Nr. 24):
Liebe Sportfreunde,
auf diesem Weg möchte ich die heutigen Presseberichte zur Sportplatzerweiterung kommentieren:
Am 8.7.03 hat der Bürgermeister
Hauschild Werner Völkel und mich eingeladen, um uns mitzuteilen, dass
die öffentlichen Zuschüsse in Höhe von 214.000 EURO vom
Land NRW bis einschließlich 2005 sicher nicht!!! kommen werden. Ob
danach was kommt, erscheint sehr fraglich. Nachdem wir uns Luft gemacht
haben, sind wir dann dazu übergegangen nach Möglichkeiten und
Lösungen für unser überall als dringend bekanntes Platzproblem
zu suchen. Im Verlauf des Gespräches habe wir dem Bürgermeister
dann nochmals 114.000 EURO aus den Rippen geschnitten, die er trotz Haushaltssicherungskonzept
bereitstellen wird. Es blieben also noch 100.000 EURO übrig. Um die
Sache nicht ad acta zu legen, sind wir dann auf die Idee gekommen, für
diesen Betrag einen Förderkreis zu gründen, der die Summe durch
Aktionen und Spenden beschaffen soll. Welche Aktionen kommen, wie die Sache
verwaltet wird, wer uns insgesamt zur Seite steht, wie das Organisationsteam
besetzt wird, ist bis jetzt nur angerissen worden. Klar ist aber, dass
uns jetzt alle unterstützen und jede Seite versucht, diesen Betrag
zu bekommen. Wir vom Vorstand wissen, wie schwer das ist und wie hoch diese
Summe ist. Wir wissen auch, dass wir gar nicht in der Lage sind, alleine
diesem Betrag aufzubringen, aber, um es ganz klar zu sagen, hatten wir
gar keine andere Möglichkeit mehr.
Fakt ist, dass wir mindestens
bis zum Jahr 2006 auf die Zuschüsse hätten warten müssen,
ohne zu wissen, ob sie überhaupt jemals kommen. Hätten wir das
gemacht, würde das Thema Sportplatzerweiterung in Nievenheim einschlafen.
So blieb uns nur die Möglichkeit zu hoffen, dass uns mit der 100.000
EURO-Lösung die Hoffnung auf einen baldigen Bau erhalten bleibt.
Wir vom Vorstand können
jetzt nur noch hoffen, dass alle, die laut ihre Unterstützung angekündigt
haben, jetzt auch wirklich helfen, diesen Betrag zu bekommen. Gleichzeitig
fordern wir alle Nievenheimer auf, uns zu unterstützen. Wir machen
das in erster Linie um unseren mehr als 300 Kindern und Jugendlichen eine
optimale Förderung zukommen zu lassen. Jeder weiß, wie wichtig
die soziale Arbeit in einem Verein ist. Wir wollen nicht, dass Nievenheim
in absehbarer Zeit ebenfalls zum sozialen Brennpunkt in Dormagen wird.
Wir würden uns sehr
freuen, wenn sich auch die anderen Vereine in Nievenheim, wie Schützenverein,
Feuerwehr oder Karnevalsgesellschaften uns helfen würden. Bitte tragt
unsere Idee nach draußen und helft, dass wir bald den neuen Platz
einweihen können. Sicherlich wird zu diesem Thema in naher Zukunft
mehr gesprochen werden und in der Zeitung stehen. Sobald die Aktion offiziell
anläuft, wird es jeder hören.
In der Hoffnung auf die größte Unterstützung werde ich mich bald wieder bei Euch melden.
Rainer Kottirre
Kunstrasenplatz: Bis 2005 kein Geld vom Land / Hauschild sagt weitere 111.000 EURO zu
Jetzt kann Dormagen zeigen, ob es auch wirklich eine Sportstadt ist
NIEVENHEIM (-oli)
– Die unendliche Geschichte um die Erweiterung der Bezirkssportanlage in
Nievenheim hat in der Sitzung des Stadtrates am gestrigen Abend eine überraschende
Wendung bekommen: Zwar hatte die Bezirksregierung Düsseldorf der Stadtverwaltung
Anfang Juli mitgeteilt, dass der Neubau eines Kunstrasenplatzes vom Land
Nordrhein-Westfalen bis einschließlich zum Jahr 2005 nicht gefördert
wird. Doch in Gesprächen mit den Verantwortlichen des VdS Nievenheim
hat Bürgermeister Reinhard Hauschild eine Lösung gefunden, die
es vielleicht doch noch ermöglicht, den neuen Fußballplatz so
schnell wie möglich zu bauen. So wird die Stadt zusätzlich zu
ihrem bisherigen Engagement von 616.000 EURO noch einmal zusätzliche
114.000 EURO schultern. Die erforderliche Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde
für das Haushaltssicherungskonzept (HSK) verlief am vergangenen Freitag
positiv: Landrat Dieter Patt erklärte seine Zustimmung zu dieser bisher
nicht vorgesehenen Mehrausgabe. Der Restbetrag von 100.000 EURO soll durch
eine große, stadtweite Spendenaktion aufgebracht werden. So plant
der VdS unter anderem die Gründung eines Fördervereins „Sportplatzerweiterung“.
VdS-Geschäftsführer Rainer Kottirre, der an der Ratssitzung als
Sachverständiger teilnahm, erklärte: „Jetzt kann die Sportstadt
Dormagen beweisen, dass sie wirklich eine Sportstadt ist.“
Der zusätzliche Beitrag
der Stadt, deren bisheriger Anteil von 616.000 EURO aufgrund des HSK auf
die Jahre 2003 und 2004 verteilt wurde, und die Spendenaktion sollen zusammen
den Ansatz der Landesförderung in Höhe von 214.000 EURO abdecken.
Da alle planungsrechtlichen Verfahren abgeschlossen sind und die Stadt
bereits die Baugenehmigung erteilt hat, könnte es sehr bald losgehen
– wenn die Gesamtfinanzierung steht. „Die erforderliche Ausschreibung ist
bis ins kleinste Detail fertig, wir könnten sofort loslegen“, so Hauschild.
Der Bürgermeister hatte die undankbare Aufgabe, den Verantwortlichen
des VdS Nievenheim am 8. Juli die schlechte Nachricht aus Düsseldorf
zu überbringen. Der dortige Frust scheint nur zu verständlich:
„Wir erleben seit 15 Jahren eine Achterbahnfahrt. Auch jetzt haben wir
zunächst gedacht, es sei alles aus“, so Kottirre. Auch unter der vorherigen
Ratsmehrheit von SPD und Zentrum habe es immer wieder so ausgesehen, als
ob alles geklärt sei – und dann habe es doch wieder einen Rückschlag
gegeben. Kottirre: „Dabei platzt unsere Fußballabteilung mit 350
Kindern und Jugendlichen sowie 600 Erwachsenen aus allen Nähten.“
Tendenz gerade beim Nachwuchs steigend. Der vorhandene Bolzplatz habe gesperrt
werden müssen, da aufgrund des schlechten Zustandes die Verletzungsgefahr
zu groß geworden sei. „Wir trainieren schon jeden Abend bis 22 Uhr,
so geht es einfach nicht mehr weiter“, erklärt der VdS-Geschäftsführer.
Der Sportverein nehme in Nievenheim eine wichtige soziale Funktion ein.
„Das soll auch in Zukunft so bleiben“, so Kottirre.
Bei den Gesprächen
mit der Verwaltungsspitze waren auch Manfred Bördgen, Vorsitzender
des Stadt-Sportverbandes, und Hans Sturm, Vorsitzender des TuS Germania
Hackenbroich, dabei. Beide haben dem VdS zugesagt, die Spendenaktion mit
vollem Engagement zu unterstützen. „Wir als Verein können die
100.000 EURO nicht selbst aufbringen, das sprengt unsere Möglichkeiten
völlig“, so Kottirre. Die Solidarität der ganzen Stadt sei nun
gefragt.
Stadtrat gestern Abend: Land zieht sich aus der Förderung des Rasenplatzes Nievenheim bis mindestens 2005 zurück
Stadt und Verein ziehen jetzt an einem Strang
NIEVENHEIM. Alle Hoffungen richteten sich auf Düsseldorf - sie wurden jetzt bitter enttäuscht. Und dennoch soll der Bau des Rasenplatzes jetzt in einer gemeinsamen Aktion von VdS Nievenheim und Stadt Dormagen verwirklicht werden. Darüber informierte am Dienstag Abend Bürgermeister Reinhard Hauschild und der Vorstand des Vereins der Sportfreunde Nievenheim (VdS) den Stadtrat.
Der Rasenplatz im Ort ist
seit Jahren ein Herzenswunsch der Nievenheimer Sportler. Alleine 300 Jugendliche
und 17 Mannschaften müssen mit einem Platz für das Training auskommen.
Insbesondere im Jugendbereich soll es bereits Austritte aus dem Verein
aus Frust über die Situation geben. Abhilfe soll der neue, belastbare
Rasenplatz bringen. Und er ist seit geraumer Zeit im Stadtrat beschlossene
Sache. Zwar hatte die Opposition immer gefordert, den Bau in jedem Fall
durchzuziehen, Verwaltung und CDU hatten jedoch nach Angaben von Hauschild
immer auf die finanzielle Verhältnismäßigkeit verwiesen
und den Bau ohne Landesmittel abgelehnt. Das bedeutete: Das Land steuert
214.000 Euro bei. Die Landesregierung teilte aber jetzt Bürgermeister
Reinhard Hauschild und Landtagsabgeordneten Karl Kress zunächst mündlich,
später auch schriftlich, mit, dass bis einschließlich im Jahre
2005 kein Geld aus Düsseldorf für dieses Projekt fließen
werde. Eine Möglichkeit wäre ein vorzeitiger Baubeginn, die Stadt
würde vorfinanzieren, die Zuschüsse kämen dann später
- doch einen solchen möglichen Weg lehnte das Land ab - vielleicht
ist auch über das Jahr 2005 hinaus die Zuschusslage zu ungewiss, oder
sie wird auf Pauschalen umgestellt.
Der Bürgermeister informierte
noch am gleichen Abend den Vorstand des VdS - dort machte sich bittere
Enttäuschung bereit. Geschäftsführer Reiner Kotirre machte
sich offenbar richtig Luft.
Allein die Gesamtkosten
zu schultern, sieht sich die Stadt nicht in der Lage, bekäme im übrigen
ein solches Vorhaben nicht genehmigt. Auf Vermittlung des Vorsitzenden
des Stadtsportverbands, Manfred Bördgen kam dann ein neues Modell
auf den Tisch: Verein und Stadt versuchen die Kosten alleine zu schultern.
Im Rat informierten Geschäftsführer Kotirre und zweiter Vorsitzender
Werner Völkel die Ratsmitglieder über ihr Vorhaben. Der Verein
ruft einen Förderverein ins Leben, sammelt Spenden für das Projekt
"Rasenplatz". Insgesamt 100.000 Euro sollen auf diese Weise zusammen kommen.
Viele Möglichkeiten und Wege werden in Erwägung gezogen - unter
anderem ein Benefiz-Spiel mit dem Bundesligisten Bayer Leverkusen.
Der erfolgreichen Tag X
in Hackenbroich erinnert an Projekte wie den Dorfplatz Delrath oder Stürzelberg.
Die restlichen 114.000 Euro will dann die Stadt beisteuern. Ein erstes
Gespräch des Bürgermeisters mit dem Landrat über dieses
Thema endete offenbar mit verständnisvoller Zustimmung. Ausgeglichen
werden soll der Betrag bis zum Ende des Konsolidierungszeitraums bis 2009.
Die Verwaltung hat nach Angaben des Bürgermeisters bereits alle Voraussetzungen
geschaffen, um den Kunstrasenplatz schnellstmöglich zu verwirklichen,
was allerdings offenbar in einem Schreiben des zuständigen Ministers
Michael Vesper an den Verein verneint wird. Der Bezirksregierung liegen
laut Hauschild alle entscheidungsrelevanten Unterlagen bereits seit langem
vor.
Der erste Förderantrag
datiert aus dem Jahre 1996. Im Haushalt für dieses Jahr und im Finanzplan
für das kommende Jahr ist das Projekt mit einem Gesamtbetrag von 830.000
Euro - städtischer Anteil 616.000 Euro - eingestellt. Die Baugenehmigung
für die der Sportanlage ist erteilt. Hauschild: "Wir könnten
morgen mit dem Bau beginnen." Die Fraktionen des Rates stimmten diesem
Konzept weitgehend zu. Gunther Hälbich als FDP-Vertreter hielt der
das Projekt zwar für wünschenswert, mit Blick auf das Haushaltssicherungskonzept
für nicht realisierbar hält. Sprecher von CDU und SPD lobten
das Engagement der Nievenheimer und sagten ihnen auf ihrem schwierigen
Weg jede erdenkliche Unterstützung zu. Schließlich regte Bernd
Engwicht (CDU) an, die Sitzungsgelder des Tages als Grundstock für
den Förderverein zu stiften. Chris Stoffels
Zur Sache: Der Weg der Zukunft
Und wieder eine Absage – das Land lässt die Städte und Gemeinden am Zuschusspendel zappeln. Den Nievenheimern ist nicht zu verdenken, dass sie ausgesprochen sauer auf das Land reagieren. Sieben Jahre Ungewissheit um die Zuschüsse, weitere werden folgen. Vielleicht ist Nievenheim in einer CDU-regierten Kommune der SPD / Grünen Landesregierung nicht prestigeträchtig genug? Den Weg, den die Stadt jetzt im Schulterschluss mit dem Verein eingeht, ist hart, erscheint aber als der einzig mögliche, wenn das Projekt Rasenplatz Nievenheim nicht völlig aus den Augen verloren werden soll. Ob Gesund, Rente oder hier der Sportplatz – der Staat erwartet vom Bürger eine Art „Eigenbeitrag“ für die Gelder, die er zur Verfügung stellt. Ein Weg, der im Grunde vernünftig ist, der aber auch die Gefahr birgt, blindlinks alles auf den Bürger abzuwälzen – siehe Gesundheitsreform. Bürgerschaftliches Engagement ist gut und wichtig, aber es darf nicht dazu führen, dass sich der Staat, hier das Land, aus der Verantwortung stiehlt, zum reinen Selbstzweck wird. Für manche mag in diesen Zeiten ein neuer Rasenplatz der reine „Wahnsinn“ sein, die sport-, gesundheits- und jugendpolitischen Folgen ohne zusätzlichen Platz sind es mit Sicherheit. Chris Stoffels
Training jetzt auf dem Bolzplatz
NIEVENHEIM. Der VdS Nievenheim kann auf dem „Bolzplatz“ an der Sportanlage Südstraße in diesen Tagen wieder mit seinen Jugendmannschaften trainieren. Der Platz, der erhebliche Schäden aufwies, wird wieder hergerichtet. Wie Beigeordneter Ulrich Cyprian ermittelte, soll der Platz jedoch künftig ausschließlich für den Trainingsbetrieb der Jugendfußballer zur Verfügung stehen. Laut Cyprian ist nicht mehr eindeutig zu ermitteln, ob der Platz als Kleinspielfeld für die Sportanlage oder als öffentlicher Bolzplatz konzipiert war. Um jedoch den Trainingsbetrieb nicht zu beeinträchtigen und den erneuerten Belag zu schonen, soll der Platz nur für den Trainingsbetrieb vorgehalten werden. Im übrigen ist in Nievenheim vor Kurzem ein weiterer Bolzplatz angelegt worden (Nähe ALDI). Die Verwaltung stellt klar, dass die Instandsetzung des Platzes vor einer entsprechenden Anfrage des Zentrum in Auftrag gegeben war und es hier um eine kurzfristige Maßnahme für den VdS handele, die nichts mit dem Ziel eines Rasenplatzes für den Stadtteil Nievenheim zu schaffen, zu tun habe. Sto
Woitzik pro Kids: Bolzplatz wird saniert!
NIEVENHEIM. Tiefe Stolperfallen, abgetretener Rasen und kaputte Tore: Das Kicken am Nievenheimer Bolzplatz macht den sportlichen Kids nicht nur keinen Spaß mehr, sondern ist inzwischen sogar höchst gefährlich geworden. Aus Sicherheitsgründen hat der VdS Nievenheim bereits vor einer Woche das Training seiner Jugendmannschaft dort gestoppt - das Verletzungsrisiko wollen Trainer und Vorstand nicht länger eingehen (wir berichteten). Doch Nievenheim wäre nicht Nievenheim ohne seinen Gerhard Woitzik: Entsetzt über den Zustand des Bolzplatzes forderte der Zentrums-Politiker kurzer Hand, die Problematik in der kommenden Ratssitzung zu thematisieren. Im Ältestenrat am vergangenen Dienstag machte der engagierte Nievenheimer seinem Unmut bereits Luft und forderte sogar einen Dringlichkeitsantrag, damit die Kids wenigstens pünktlich zum Ferienbeginn wieder sorglos kicken können. Das stolze Ergebnis: „Die Verwaltung hat inzwischen alles veranlasst, damit die Sanierungsarbeiten nächste Woche beginnen können“, so Woitzik zufrieden. Technischer Beigeordneter Hans-Dieter Schwarz habe sich schnell und unkompliziert um die Angelegenheit gekümmert, berichtet der Zentrums-Chef. Die gefährlichen Löcher sollen jetzt möglichst schnell zugeschüttet und neuer Raser gesät werden. „Dann steht der Bolzplatz der Sportjugend und allen anderen Kindern voraussichtlich spätestens Mitte August wieder voll zur Verfügung“, hofft Gerhard Woitzik. -ch
Heinz Taschner vom VdS ist auf Bürgermeister Hauschild nicht gut zu sprechen
Der VdS und sein Rasenplatz: nur Frust
NIEVENHEIM. Heinz Taschner vom VdS Nievenheim ist stinksauer. Pünktlich zum Jugendtag des Vereins am vergangenen Samstag wandte sich der Jugendgeschäftsführer des Klubs mit einem offiziellen Schreiben an die Eltern und Freunde der Nievenheimer Fußball-Jugend. Neuer Stein des Anstoßes im schier endlos erscheinenden Nievenheimer Drama in Sachen Rasenplatz: auf dem öffentlichen Bolzplatz neben der VdS-Asche können die Jüngsten des Klubs nicht mehr trainieren. Löcher und Unebenheiten übelster Kaliber machen ein vernünftiges Fußballspielen unmöglich, das Stichwort „Acker“ ist für dieses Stück Land geradezu noch ein Kompliment. „Da die Sportplatz-Erweiterung mit diesem Bürgermeister nie realisiert werden wird und sich der Jugendvorstand entschlossen hat, den öffentlichen Bolzplatz wegen des katastrophalen Zustandes und der damit verbundenen Verletzungsgefahr für den Trainingsbetrieb zu schließen, werden wir uns in Zukunft notgedrungen nur mit einem Minimum an Training und Betreuung der Kinder zufrieden geben müssen“, so Taschner in seinem Schreiben, dem auch eine „Chronik des Versagens“ beigefügt ist. In dieser fasst Taschner Zitate des Bürgermeisters bezüglich des geplanten Nievenheimer Rasenplatzes in chronologischer Reihenfolge seit dem 04.09.1999 zusammen und kommt zu dem Ergebnis: „Unter diesem Bürgermeister wird sich Nievenheim immer mehr zu einem sozialen Brennpunkt entwickeln, weil wir den Jugendlichen keine ausreichenden Angebote machen können und sie auf der Straße stehen“. -mk
Chronik des Versagens: lesen Sie hier mehr
VdS - VfR: 1:4-Pleite zum Abschied
Fußball (om) - Der VdS Nievenheim beendete seine erste Landesliga-Saison am Sonntag, 25.05.2003, gegen den VfR Neuss. Zusammen mit dem Düsseldorfer SV 04 und dem SV Meer muss das Schlusslicht den Gang in die Bezirksliga antreten. Nach 45 Spielminuten schien der VfR ebenfalls abgestiegen, weil Ante Galzina den VdS Nievenheim mit einem Elfmeter in Führung brachte und der Konkurrent DSV 04 beim SV Wersten mit 2:0 führte. Doch im zweiten Abschnitt zogen die Neusser den Kopf noch aus der Schlinge. Der frühere Stürzelberger Mehmet Etli (Elfmeter), Nazibi Ejupi (2) und Manuel Gatsos bogen die Partie für den VfR um.
Nievenheim steht jetzt definitiv als Absteiger fest
Grevenbroich war VdS klar überlegen
Der VdS Nievenheim wird in
der kommenden Saison wieder in der Fußball-Bezirksliga spielen. Nach
der 1:4-Niederlage beim TuS Grevenbroich steht der Abstieg fest. In einer
Partie, die vom Gastgeber deutlich dominiert wurde, gaben die Gäste
zwar alles, am Ende reichte es aber erwartungsgemäß nicht. Daher
war Coach Bernd Meuter auch nicht enttäuscht, mit der Pleite konnte
er gut umgehen: "Wir haben beim TuS gespielt, die stehen nicht ohne Grund
weit oben. Und weil die Grevenbroicher in Bestbesetzung angetreten sind,
kommt die Niederlage auch nicht überraschend. Wir haben uns gut verkauft,
das Ergebnis geht natürlich absolut in Ordnung."
Sein Kollege vom TuS, Gerd
Zewe, war mit der spielerischen Leistung seiner Spieler sehr zufrieden,
haderte jedoch mit der mangelhaften Chancenverwertung: "Das Spiel hätten
wir viel früher entscheiden müssen, aber auch heute hat man wieder
gesehen, dass wir wie so oft nicht die nötige Konsequenz an den Tag
gelegt haben. So haben wir in einigen Spielen nur einen Punkt geholt, obwohl
wir diese Partien klar beherrscht haben."
Gegen das Schlusslicht der
Landesliga ließen die Schloss-Städter aber nichts anbrennen.
Nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten übernahm der TuS schnell
die Kontrolle, die Abwehr des VdS geriet zunehmend unter Druck. Mit variablem
Spiel überbrückten die Gastgeber schnell das Mittelfeld, dann
wurden die meisten Angriffe über die Flügel vorgetragen. Bis
zur zwanzigsten Minute hielt die Deckung des VdS, auch weil der Favorit
selbst klare Chancen nicht nutzen konnte.
Farid Ahmad sorgte dann
für die verdiente Führung, mit einem trockenen Schuss ins kurze
Eck überwand er
VdS-Keeper Daniel Preißner,
die Vorarbeit besorgte Kapitän Frank Klasen. Zehn Minuten zeigte sich
der Torschütze als Vorbereiter, er ließ zwei Gegner aussteigen,
bevor er auf den frei stehenden Markus Teuber ablegte. Dessen Schuss landete
jedoch am Lattenkreuz, so dass Grevenbroich nur mit einer engen Führung
in die Pause ging. Nach dem Seitenwechsel hatten dann die Gäste die
erste Torchance, Thomas Eßer verfehlte das TuS-Gehäuse mit einem
Kopfball nur knapp.
Im Gegenzug zeigten dann
die Schloss-Städter ihr spielerisches Potential. Nach herrlichem Zusammenspiel
kam
Marcel Haas im Strafraum
freistehend an den Ball, das 2:0 war für den Stürmer nur Formsache.
Nievenheim hingegen gab sich dennoch nicht auf, in der 75. Minute hätte
der Anschlusstreffer fallen müssen. TuS-Keeper Tim Fourberg konnte
einen Schuss von Andre Becker nicht festhalten, den Nachschuss setzte der
eingewechselte Hans-Peter Thissen am leeren Tor vorbei.
Zwei Standardsituationen
reichten der Zewe-Elf schließlich, um endgültig alle Zweifel
zu beseitigen. In der 81.
Spielminute war Stephan
Volk nach einem Freistoß mit dem Kopf zur Stelle, vier Minuten später
fiel wiederum nach einem Freistoß das 4:0. Dieses Mal köpfte
Haas das Leder über die Linie. Dem VdS Nievenheim gelang immerhin
noch der Ehrentreffer, kurz vor Schluss traf Ante Galzina zum 1:4-Endstand.
- Joachim Roemer
Sportplatz Nievenheim
Anfrage im Landtag
NIEVENHEIM. Das Thema "Bau eines Rasensportplatzes in Nievenheim" beschäftigt jetzt auch den Düsseldorfer Landtag. Mit einer parlamentarischen Anfrage hat der Dormagener Landtagsabgeordnete Karl Kress (CDU) die Landesregierung aufgefordert, umgehend den Sach- und Verfahrensstand zum Bau des Rasenplatzes darzulegen. Konkret will Kress von der Landesregierung wissen, wann mit der Förderzusage des Landes zu rechnen sei. Kress: "Die Anlage wird dringend benötigt und im Rahmen des Antragsverfahrens ist auch die langjährige Auslastung plausibel dokumentiert worden." Nach den geltenden Richtlinien zur Förderung des Sportstätten-Baus in Nordrhein-Westfalen gibt es laut Kress keinerlei sachliche Gründe, die Zuschüsse zu verzögern.
Strahlende Sieger bei der
"silbernen" Sportlerwahl
| Die Mannschaften des Jahres 2002:
Nach HTC Schwarz-Weiß
Neuss (Hockey-Bundesliga) und KSK Konkordia Neuss (Ringer-Bundesliga) errang
der VdS Nievenheim (Fußball-Landesliga) den 3 Platz mit 3081
Zählern.
Foto rechts (NGZ):
|
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Kremser fällt aus
NIEVENHEIM. Torwart
Thomas Kremser (1.Mannschaft) wird dem VdS Nievenheim noch sechs bis zehn
Wochen fehlen. Diese niederschmetternde Diagnose erhielt der 33-jährige
Schlussmann am Dienstag in einem Düsseldorfer Krankenhaus. Ob der
Verein auf dem Transferweg noch einmal aktiv wird, ist noch unklar.
(Anm.: Gute Besserung
wünscht der VdS Nievenheim)
Vermögenshaushalt
ausgeglichen, im Verwaltungshaushalt ein Defizit von 1,997 Millionen Euro
Einsamer Kampf der CDU endet
jetzt doch imHaushaltssicherungskonzept
Dormagen (-oli) –
Am kommenden Freitag wird die Politik die Weichen für den städtischen
Haushalt 2003 stellen: Ab 14 Uhr tagt der Hauptausschuss, der seine Haushaltsklausur
Mitte Dezember nach einem Tag abbrach. Der Grund: Zu viele Zahlen seien
noch im Fluss. In dieser Hinsicht gibt es jetzt mehr Klarheit. Stadtkämmerer
Jürgen Alef: „Den Vermögenshaushalt für 2003, 2004 und 2005
konnten wir ausgleichen.“ Erst für 2006 sei eine Kreditaufnahme nötig:
„Doch das ist zu weit weg, als dass man darüber jetzt groß nachdenken
sollte.“ Schlimm sieht es hingegen im Verwaltungshaushalt aus: Das Defizit
liegt bei 1,997 Millionen Euro. „Maßgeblich dafür waren letztlich
die Personalkosten, die um 863.000 Euro angehoben werden mussten, und die
Mindereinnahme bei der Gewerbesteuer, die netto zu einer Verschlechterung
von 1,312 Millionen Euro führte“, heißt es in der Drucksache
der Verwaltung.
Die CDU-Fraktion, die im
Stadtrat die absolute Mehrheit stellt, hat sich am vergangenen Montag dazu
entschlossen, dem Vorschlag der Verwaltung zu folgen: Sollte am Freitag
der Haushaltsausgleich nicht gelingen, wird der Hauptausschuss in einer
Sondersitzungam 11. Februar ein Haushaltssicherungskonzept (HSK) verabschieden.
Ziel des HSK ist es, den Haushaltsausgleich im Jahr 2008 wieder herzustellen.
„Die Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen, aber wir müssen der
negativen Entwicklung der vergangenen Jahre und vielen äußeren
Einflüssen Rechnung tragen“, so der Fraktionsvorsitzende Wiljo Wimmer.
Neben den starken Einbrüchen bei der Gewerbesteuer sei vor allem die
verfehlte rot-grüne Steuerpolitik auf Bundes- und Landesebene zu nennen:
„Im vergangenen Jahr wurden uns vom Land Aufgaben zugewiesen, die ein Volumen
von 3,1 Millionen Euro ausmachen, ohne dass das Land die Finanzierung sichergestellt
hätte.“
Anfang Januar hatte Bürgermeister
Reinhard Hauschild beim Verwaltungshaushalt noch von einem Minus von 1,1
Millionen Euro gesprochen. Beim Vermögenshaushalt lag der Fehlbetrag
bei 800.000 Euro. Damals gab es drei positive Aspekte: Der Jahresabschluss
für 2002 endete mit einem ausgeglichen Saldo, der aber die gesamte
Rücklage in Höhe von 4,12 Millionen Euro kostete. Zum Jahresende
hatte die Stadt eine unerwartete Steuererstattung aus der Gewinnausschüttung
eines Unternehmens bekommen, an dem die Kommune beteiligt ist: 500.000
Euro. Hinzu kamen noch 160.000 Euro aus der Erstattung einer Gewerbesteuerumlage.
Seitdem gab es wieder negative
Veränderungen: Da ist zum einen der Tarifabschluss im öffentlichen
Dienst, der der Stadt zusätzliche Ausgaben von rund 200.000 Euro beschert
und analog auf die Beamten angewendet werden soll. Und: „Mitte Januar ist
im Bereich der Gewerbesteuer ein hoher Betrag aus unseren Planungen weggebrochen“,
erklärte Alef. Weiteres Problem: Die Höhe der Kreisumlage steht
noch nicht fest, die Haushaltsberatungen auf Kreisebene beginnen erst jetzt.
Bisher wurde eine Erhöhung von einem Prozentpunkt einkalkuliert, obwohl
die Forderung des Kreises nach wie vor bei 4,99 Prozentpunkten liegt. Alef:
„Sollte die Erhöhung wie bisher erwartet bei drei Prozentpunkten liegen,
bedeutet dies eine Mehrausgabe von etwa einer Million Euro pro Jahr.“ Dieses
zusätzliche Defizit lasse sich dann nicht mehr einsparen. „Weitere
Sparmaßnahmen sind nur sinnvoll, wenn am Ende auch wirklich der Haushaltsausgleich
steht“, so Alef, der vor „rein optischen Maßnahmen“ warnte.
Der bittere Weg in ein HSK
scheint nur noch bei einem unerwarteten Geldsegen vermeidbar. Dabei zeichnet
Alef ein nicht ganz so schlimmes Bild vom HSK: „Wenn die Aufsichtsbehörde
den Haushaltsplan und das Haushaltssicherungskonzept genehmigt, können
wir uns in diesem Bereich frei bewegen.“ Im Falle von Mehreinnahmen oder
Minderausgaben könne die Stadt die freien Mittel ohne Zustimmung verwenden.
Bereits mit der Haushaltseinbringung hatte Alef der Politik einen ersten
Entwurf für ein HSK vorgelegt, der zweite ist in Arbeit.
Gerät in einem HSK
das Projekt „Kunstrasenplatz Nievenheim“ in Gefahr? Alef verneint:
„Das spielt 2003 keine Rolle, die eigentliche Finanzierung wird erst 2004
relevant.“ Für 2003 habe er auf der Einnahmeseite den Landeszuschuss
eingesetzt, der in gleicher Höhe als Ausgabe auftauche. „Der städtische
Anteil findet sich in einer Verpflichtungsermächtigung wieder.“ Das
Problem: Im Moment sei der Bewilligungsbescheid des Landes nicht in Sicht.
Meuter für ein weiteres Jahr
NIEVENHEIM. Aufstiegs- und Erfolgstrainer Bernd Meuter hat seinen Vertrag beim VdS Nievenheim um ein ein weiteres Jahr verlängert. Der Vorstand des VdS beherzigte also die Fußballer-Weisheit, dass ein Aufstiegstrainer gehalten, ein Abstiegstrainer unbedingt geschasst werden muss. Meuter hatte den Club mit dem letztjährigen Aufstieg in die Landesliga zum allergrößten Erfolg der Vereinsgeschichte geführt. Die internen Querelen zu Beginn der Saison sind schon lange in Nievenheim nunmehr ausgestanden.
"Ich kämpf´doch für alle Sportler !"
HACKENBROICH.
Vizebürgermeister Hans Sturm klettert durchs Telefon, seine Stimme
klingt ungemütlich: "Nach eurem Artikel steht bei mir das Telefon
nicht still", schimpft der zweitwichtigste Mann im Rat der Stadt Dormagen.
Seit Jahren schön läuft dieser ehrlich-derbe Schlagabtausch mit
seinem liebsten Redakteur. Worte wie "Fesse", "Sauerei" und "Sch....."
fallen. Nachher wird wieder herzhaft gelacht, das nächste zünftige
Schlemmer-Essen, ein politischer Plausch bei Sauerkraut und Kölsch,
wird unausweichlich angepeilt.
"Strippenzieher"
habe ihn das Schaufenster zwar zurecht genannt, doch nicht nur für
Hackenbroich, nein auch für den Nievenheimer Sportplatz habe er sich
eingesetzt. "Ich kämpf´doch für alle Sportler" - und das
nimmt den Mann, für den der "Spocht" in dieser Stadt alles ist, nun
wirklich jeder ab. Er und sein Fußball-Freund, Ratsmitglied Buchartz,
aus Hackenbroich habe die CDU-Fraktion auf Linie gebracht. "Die Nievenheimer
wissen, dass sie den Hackenbroicher Freunden und CDU-Politikern den künftigen
Rasenplatz zu verdanken haben. Und ich mache keinen Hehl daraus, dass wir
ihn gerne vor der nächsten Kommunaleahl einweihen möchten". Und
die ist bekanntlich schon 2004. Trotz eines Drohenden Haushaltskollaps
soll der Nievenheimer Rasenplatz notfalls ohne Landeszuschüsse realisiert
werden. "Es stimmt ja, was in dem Artikel steht, dass die Sportplatzsituation
dort katastrophal ist. Aber seit meinem Antrag 1976 haben die Hackenbroicher
immerhin 26 Jahre auf den Rasenplatz warten müssen", so Sturm, der
sich auf eine sensationelle Eröffnung im Mai freut: Der Bundesligaclub
Bayer Leverkusen hat zugesagt und wird gegen eine Stadt-Auswahl kicken.
"Es
ist richtig, dass wir einen Hockeyplatz haben. Aber 30 Prozent unserer
Jugendspieler kommen aus Nievenheim. Und den Baseballplatz nutzen die Hackenbroicher
nicht. Der hätte auch gerne woanders gebaut werden können, so
Sturm. In Hackenbroich seien zufällig Grundstücke frei gewesen...
Unstrittig
sei, dass Hackenbroich und Nievenheim seit vier, fünf Jahren gleichauf
in der Prioritätenliste war und nach dem Regierungswechsel Hackenbroich
zuerst den Zuschlag bekam. "Wie gesagt. Wir haben 26 Jahre warten müssen.
Und so ein Platz ist auch ein Ausgleich für andere Nachteile, die
Hackenbroich seit Jahren schlucken muss". Aber Sturm bekräftigt noch
einmal: In einem Kraftakt werde die CDU auch den Nievenheimer Platz bauen.
-fram
Wie Hans Sturm die Strippen zieht
NIEVENHEIM. Statistisch gesehen, teilen sich in Nievenheim fast 9500 Menschen einen einzigen Sportplatz. In Hackenbroich sieht es wesentlich besser aus: Hier kommen auf einen Platz nur knapp 1700 Einwohner. Trotzdem bekommt „Hackes“ nun einen Rasenplatz. Wann in Nievenheim die Bagger anrollen, steht noch in den Sternen. Der Grund: Die Hackenbroicher sind im Rat der Stadt einfach besser vertreten. „So lange man noch Pläne schmiedet, gehört man nicht zum alten Eisen“. Diesen Satz verwendet Reinhard Hauschild gern in seiner bürgermeisterlichen Korrespondenz, besonders in Geburtstagsschreiben an ältere Mitbürger. Zumindest im Rathaus scheinen die Verantwortlichen diese Weisheit nur allzu wörtlich zu nehmen. Als müssten sie ihre Jugend und Tatkraft beweisen, basteln Politiker und Beamte fleißig an den verschiedensten Projekten. Dafür werden dann die Bürger mit Steuer- und Gebührenerhöhungen zur Kasse gebeten. Für alle Dormagener Stadtteile kommen die verschiedensten Verbesserungsvorschläge ans Tageslicht. Und der Stadtteil, der es am nötigsten hat, bekommt dann, nach einer langen Planungs- und Vorbereitungsphase, einen neuen Spielplatz, einen Kindergarten oder einen Sportplatz – sollte man meinen. In Wahrheit folgt der Rat mit seinen Beschlüssen offenbar ganz anderen Maßgaben. Hans Sturm zum Beispiel, Vizebürgermeister, Generaloberst der Schützen und Vorsitzender des Fußballclubs in Hackenbroich weiß, wie man Gelder und Zuschüsse gezielt einsackt. Beispiel Rasenplatz: Obwohl es hier bereits vier Sportplätze gibt (Aschenplatz, Baseballplatz, Hockeyplatz, Minigolfanlage) forderten die Anwohner, allen voran der Bezirksligaverein TuS Germania Hackenbroich mit Sturm an der Spitze einen Rasenplatz. Mit Erfolg. Mittlerweile ist der praktisch fertig, nur die Tore müssen noch aufgestellt werden. Ob die Anlage in Nievenheim in Angriff genommen werden kann, ist angesicht der Finanznot nicht sicher. -jucon
TSV
Bayer Dormagen gewinnt Lokalduell gegen VdS Nievenheim 2:0
am
Sonntag, 17.11.2002
Schon vor der Pause war
in Nievenheim alles klar
Fußball (om)
- Der TSV Bayer Dormagen ist neuer Spitzenreiter, der VdS Nievenheim neues
Schlusslicht. Entsprechend einseitig verlief auch das Aufeinandertreffen
der beiden Lokalrivalen in der Landesliga, Gruppe 2. Der Primus vom Höhenberg
war dem Landesliga-Neuling in allen Belangen überlegen und gewann
verdient mit 2:0. "Die Mannschaft hat gezeigt, was sie kann, nämlich
kämpfen. Technisch können wir mit den Dormagenern nicht mithalten",
sagte Nievenheims Trainer Bernd Meuter.
Für seinen Dormagener
Kollegen Jörg Ferber zählte nur der Punktgewinn: "Auf Nievenheimer
Asche muss man erst einmal gewinnen. Zauberfußball kann man hier
nicht zeigen". Irgendwie wurde das Gros der 300 Zuschauer das Gefühl
nicht los, dass die Nievenheimer ein Debakel erlebt hätten, wenn die
Gäste nicht frühzeitig einen Gang zurückgeschaltet hätten.
Mit der frühen Führung durch Thomas Apel (4.) im Rücken,
beherrschte die junge TSV-Truppe Spiel und Gegner. Die Hausherren, die
mir Christian Klin, Markus von Zons und später Manuel Schwarze eigene
Nachwuchskräfte aufboten, bemühten sich redlich. Gefährlich
vor dem TSV-Gehäuse tauchten sie allerdings nur einmal auf, als Andreas
D´Heur mit einem Kopfball am gut reagierenden Keeper Kai Fahrenkamp
scheiterte (32.). Auf der Gegenseite fiel zehn Minuten später bereits
die Entscheidung. Oliver Müller köpfte nach Vorarbeit von André
Grunzel zum 2:0 ein.
Die Überlegenheit der
Dormagener setzte sich auch im zweiten Abschnitt fort. Die Ferber-Truppe
verstand es allerdings nicht, die Führung auszubauen. Ronny Frohs´
und Sascha Querbachs Bemühungen scheiterten am Torgestänge (54.).
Christian Bergmayer fand seinen Meister in Schlussmann Thomas Kremser (70.).
Es waren die einzigen Höhepunkte in einer insgesamt schwachen zweiten
Hälfte.
Klausurtagung
der SPD-Fraktion in Marienheide
Etat-Ausgleich nicht zu
schaffen
"An
einem Haushaltssicherungskonzept kommt Dormagen 2003 nicht mehr vorbei".
Der von der CDU angekündigte Haushaltsausgleich sei nicht zu schaffen,
sagte SPD-Fraktionschef Robert Krumbein gestern nach der Klausurtagung
seiner Fraktion im oberbergischen Marienheide. An einem Projekt hält
die SPD aber trotz aller Sparzwänge fest - dem Rasenplatz für
Nievenheim.
...
Keineswegs streichen will die SPD-Fraktion die schnelle Realisierung des
Rasenplatzes für Nievenheim. "Kommt ein Haushaltssicherungskonzept,
dann ist mit der Genehmigung kaum vor Herbst 2003 zu rechnen", sagt Kumbei.
Deshalb solle der PLatz noch 2002 mit einer außerplanmäßigen
Verpflichtungserklärung vom Rat auf den Weg gebracht werden, der Beschluss
sei zudem auch bei einem Haushaltssicherungskonzeptes bindend. DEn Platz
hält Krumbein für bezahlbar: "Unser Problem ist der Ausgleich
des Verwaltungs-, nicht des Vermögenshaushalts" ... -cs
Haushalt
der Stadt Dormagen
Jürgen Alef ein Rechenkünstler
?
Wenn
ich mir die neuesten Horrorzahlen unseres Kämmerers für die Haushalte
der Jahre 2003 bis 2006 (19 Millionen Euro Minus) anschaue, stellt sich
mir die Frage, aus welchen Quellen seine Zahlen kommen. Wer soweit in die
Zukunft schauen kann und dies auch noch mit Zahlen belegt, der muss ja
hellseherische Fähigkeiten haben.
Vor
einem Jahr hat Herr Alef für den Haushalt 2002 ein Defizit von 10
Millionen Euro vorausgesagt, aber wie ein Wunder wurde der diesjährige
Haushalt ausgeglichen. Dies geschah unter anderem dadurch, dass unser Kämmerer
eine Million Euro an Gewerbesteuereinnahmen schlichtweg vergessen hatte.
Nun frage ich mich: kann Herr Alef doch nicht hellsehen, oder nicht rechnen?
Es kann aber auch politische Absicht dahinter stecken, alles ins Minus
zu rechnen, denn damit hat man immer ein Mittel zur Hand, unliebsame Projekte
zu verhindern. Es ist im Übrigen immer noch derselbe Kämmerer,
der in Zeiten, als es der Stadt Dormagen durch Millioneneinnahmen aus den
Neubaugebieten in Nievenheim noch gut ging, das Geld mit vollen Händen
überall in Dormagen (außer in Nievenheim) verteilt hat, ohne
an schlechte Zeiten zu denken.
Fazit:
Es ist an der Zeit, dass die Stadt Dormagen einen neuen Kämmerer bekommt.
Heinz
Taschner
In
der Furth 5
Nievenheim
Bürgermeister
und Stadtkämmerer brachten den Haushalt 2003 ein
Die größte Finanzkrise
in der Geschichte
Dormagen (-oli) ...."Mit der Absage des Neujahrsempfanges der Stadt Dormagen möchte ich ein Zeichen setzten", erklärte der Bürgermeister Reinhard Hauschild "schweren Herzens". Der Empfang kostet zwischen 5.000 und 10.000 Euro. An der Verwirklichung des 830.000 Euro teuren Kunstrasenplatzes für den VdS Nievenheim hält der Bürgermeister aber fest: "Diesen Platz hat der Verein wegen seiner Jugend- und damit seiner Sozialarbeit so nötig, dass wir das Projekt auch in der derzeitigen Haushaltssituation nicht aufschieben können". Stadtkämmerer Jürgen Alef wies darauf hin, dass dies trotzdem finanzpolitisch nicht vernünftig sei. Er sprach von der größten Finanzkrise in der Geschichte der Stadt Dormagen: "Der Haushalt 2002 war schon schlimm. Der Haushalt 2003 mit seiner Perspektive ist deprimierend".
Bürgermeister
und Kämmerer zum Haushaltsentwurf
Vor dem Abgrund der Verschuldung
Deutlich höhere Ausgaben bei gleichzeitig erheblich geringeren Einnahmen - die Stadt Dormagen steht vor dem "Abgrund der Verschuldung". Es zeigen sich auch hier die typischen Symptome des "Kollaps des kommunalen Finanzsystems". Bürgermeister Reinhard Hauschild und Kämmerer Jürgen Alef zeichneten gestern Abend bei der Etateinbringung im Stadtrat ein düsteres Bild für die kommenden Jahre...
Rasenplatz eingestellt
Nievenheim. Allem
Spardruck im Etat zum Trotz: Der Kunstrasenplatz Nievenheim ist im Haushalt
2003 eingestellt, "weil da das Herzblut der Mehrheit des Rates und der
Nievenheimer Sportwelt daran hängt", so Kämmerer Jürgen
Alef. Und er fügt hinzu: "Finanzpolitisch vernünftig ist das
trotzdem nicht".
In der Bevölkerung ist bekannt, dass sich gerade die Zentrumspartei für dieses Projekt sehr stark engagiert hat. In der Diskussion im Hauptausschuss des Stadtrates habe ich zum Ausdruck gebracht, dass die Bewohner der Stadtteile Nievenheim und Ückerath aufgrund der im Januar dieses Jahres im Stadtrat verabschiedeten Resolution zum Bau des Rasenplatzes davon ausgehen konnten, dass dieses Projekt auch tatsächlich im Jahre 2003 umgesetzt würde, gegebenenfalls sogar ohne Zuschüsse des Landes. Ich habe deshalb Bürgermeister Hauschild und die CDU-Fraktion kritisiert, dass sie jetzt ganz offensichtlich von diesem Vorhaben wieder Schritt für Schritt abrücken. Mit einem solchen Verhalten würde aber die Glaubwürdigkeit gegenüber den Sportlern auf der Strecke bleiben. Nach meiner Auffassung ist eine Realisierung dieses Projekts im Jahre 2003 auch angesichts der schwierigen Haushaltslage der Stadt Dormagen ohne weiteres möglich. Es wird ja wenigstens eine Investition mit höchster Priorität in den Haushalt 2003 eingestellt werden können. Bedauerlich ist in diesem Zusammenhang, dass der Bürgermeister Hauschild und die CDU-Fraktion die für den Sportplatzbau aus Grundstückverkäufen im Nievenheimer Neubaugebiet bereitstehenden Mittel für andere Baumaßnahmen außerhalb von Nievenheim verwendet haben. Es ist schade, dass die durch meine Initiative bereits seit einigen Jahren der Stadt Dormagen für die Rasenplatzanlage zur Verfügung stehende Fläche von rund 30.000 qm trotz des großen Bedarfs noch immer brach liegt.
Gerhard Woitzik
Deutsche Zentrumspartei
Rathaus
Dormagen
Bau ohne Zuschüsse
Zum Thema „Rasenplatz in Nievenheim“ erreichte die Redaktion folgende Stellungsnahme:
Die Berichterstattung im
SCHAUFENSTER über die Beratungen in der letzten Hauptausschuss-Sitzung
zum Rasenplatz in Nievenheim war recht oberflächlich; meine Redebeiträge
wurden überhaupt nicht erwähnt. In der Bevölkerung ist aber
bekannt, dass sich gerade die Zentrumspartei für dieses Projekt sehr
stark engagiert hat.
In der Diskussion im Hauptausschuss
des Stadtrates habe ich zum Ausdruck gebracht, dass die Bewohner der Stadtteile
Nievenheim und Ückerath aufgrund der im Januar dieses Jahres im Stadtrat
verabschiedeten Resolution zum Bau des Rasenplatzes davon ausgehen konnten,
dass dieses Projekt auch tatsächlich im Jahre 2003 umgesetzt würde,
gegebenenfalls sogar ohne Zuschüsse des Landes. Ich habe deshalb Bürgermeister
Hauschild und die CDU-Fraktion kritisiert, dass sie jetzt ganz offensichtlich
von diesem Vorhaben wieder Schritt für Schritt abrücken. Mit
einem solchen Verhalten würde aber die Glaubwürdigkeit gegenüber
den Sportlern auf der Strecke bleiben. Nach meiner Auffassung ist eine
Realisierung dieses Projekts im Jahre 2003 eingestellt werden können.
Bedauerlich ist in diesem Zusammenhang, dass der Bürgermeister und
die CDU-Fraktion die für den Sportplatzbau aus Grundstückverkäufen
im Nievenheimer Neubaugebiet bereitstehenden Mittel für andere Baumaßnahmen
außerhalb von Nievenheim verwendet haben. Es ist schade, dass die
durch meine Initiative bereits seit einigen Jahren der Stadt Dormagen für
die Rasenplatzanlage zur Verfügung stehende Fläche von rund 30.000
qm trotz des großen Bedarfs noch immer brach liegt.
Gerhard Woitzik
Fraktionsvorsitzender
Zentrumspartei
Straberger Weg 12
41542 Dormagen
DORMAGEN. Die erste Sitzung
des Hauptausschusses nach der Sommerpause hatte es in sich. Bereits der
dritte Tagesornungspunkt sorgte bei den Abgeordneten für heißen
Diskussionsstoff. Unter "Sicherstellung des Baus des Rasenplatzes in Nievenheim"
kam es zwischen SPD und CDU zum Streit. Während SPD-Fraktionsvorsitzender
Robert Krumbein, auch notfalls ohne Landeszuschuss den Baubeginn in 2003
starten würde, plädierte CDU-Fraktionsvorsitzender Wiljo Wimmer
für eine abwartende Haltung.
Laut Verwaltungsvorschrift
würden die Landeszuschüsse wegfallen, wenn schon vor der Bewilligung
mit dem Bau begonnen wird. "Für 2002 wird es definitiv keine Zuschüsse
mehr geben", stellte Stadtkämmerer Jürgen Alef klar und zeigte
auch auf eine schwarze Zukunft für den städtischen Haushalt.
"Nach derzeitigem Stand droht uns für das kommende Jahr ein Haushaltssicherungskonzept".
"Das kann man doch niemenden
mehr erklären. Erst wird der diesjährige Haushalt durch Gewerbesteuerrückzahlungen
in Millionenhöhe ausgeglichen und jetzt stehen wir vor einer Pleite",
zeigte sich Robert Krumbein erstaunt und verwies auf die gefasste Resolution
(außer der FDP stimmten alle Parteien dieser Resolution zu) bezüglich
des Rasenplatzes.
"Unsere Glaubwürdigkeit
steht auf dem Spiel und jetzt versuch sich die CDU durch ein HIntertörchen
herauszuschleichen", so Krumbein. "Das sei keinesfalls unsere Absicht",
konterte Wimmer. Bürgermeister Reinhard Hauschild forderte Krumbein
auf, mit den Hoffnungen der Sportfreunde keinen Wahlkampf zu betreiben...
-piso
Der VdS Nievenheim kann in der neuen Saison nur ein Ziel haben: und zwar nicht abzusteigen. Die Jungs sind gerade erst in die Landesliga aufgestiegen, da geht es nur darum, möglichst schnell die nötigen 35 Punkte im Sack zu haben. Trainer Bernd Meuter hat in der letzten Saison bewiesen, dass er ein harter Hund ist und knallhart durchgreifen kann. Allerdings musste er angesichts eines solch starken Karders auch aufsteigen. Ich gehe davon aus, dass der VdS in der Landesliga mit Viererkette spielen wird, um den Gegnern nicht ins offene Messer zu laufen. Mit Thomas Kremser im Kasten, Nihat Sürer und dem fußballbekloppten Rene Breuer verfügt Meuter über eine Betonwand. Dennoch kann man sie durch schnelles Spiel knacken. Im Mittelfeld wuselt jetzt Waldemar Dyballa herum, ein starker Neuzugang, dem Andi Schulz auf links und Andreas d'Heurs auf rechts den Rücken freihalten müssen. Ante Gazina sollte seine Hackentricks a la Maradona in der Landesliga besser bleiben lassen, denn hier gibts ordentlich auf die Socken. Im Sturm kann Neuzugang Norman Beeck befreit aufspielen. Mit dem Wiesel Thomas Tröster und Hans-Peter Thissen hat Berd Meuter die Qual der Wahl.